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Der Begriff Gambeson, auch Gambison genannt, stammt aus dem Französischen (gambesson) und bezeichnet ein aufgefülltes oder gestepptes Bekleidungsstück. Es wurde unter der Ritterrüstung getragen und sollte Schutz vor möglichen Quetschungen und Abschürfungen der Haut bieten.
Ritter trugen den Gambeson in den meisten Fällen als eine zweite Rüstung unter dem Kettenpanzer. Der Gambeson wurde allerdings auch von Kriegsknechten als Schutz genutzt, und war auch hier dicker als die Primärrüstung.
Ursprünglich wurde im deutschen Sprachraum der Gambeson als Sarrock bezeichnet. Menschen, die sich der Produktion dieser speziellen Rüstungen aus Textilien widmeten, wurden Sarroxwewer oder Sardoichsmechger genannt – diese Bezeichnung stammt aus Köln. Das Kettenhemd, die Ringbrünne, wurde hingegen Sarwat genannt. Dementsprechend wurden Panzermacher in Nürnberg Sarwürken und in Köln Sarworter gerufen. Man nimmt an, dass diese Bezeichnungen wahrscheinlich ihren Ursprung im Nahen Osten haben, was bedeutet, dass sie auf Grund der Kreuzzüge in den deutschen Sprachraum gelangt sein dürften.
Der Gambeson wurde als zusätzliche Panzerung zudem auch über dem Kettenpanzer angezogen. Zu sehen ist dies auch auf dem Grabbild von Theodorich von Lichtenhayn, das in der Erfurter Predigerkirche zu sehen ist. Auf diesem Grabbild kann man Theodorich von Lichtenhayn mit einem Gambeson angetan bewundern.
Ein Gambeson wurde aus zwei oder mehreren Lagen Wollstoff oder auch Segeltuch gefertigt. Diese Lagen wurden zusätzlich mit Wolle oder anderen Füllmaterialien versehen. Eine andere Fertigungsart bevorzugte mehrere Lagen an Stoff, die in einem weiteren Schritt durchgesteppt wurden.
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